Kontaktieren Sie uns

Die neuen E-Commerce-Gebühren: Warum europäische Händler agieren müssen

Am 1. März 2022 haben viele europäische Online-Händler Neuerungen auf ihren Rechnungen entdeckt.

photo
Am 1. März 2022 haben viele europäische Online-Händler Neuerungen auf ihren Rechnungen entdeckt.

Gebühren, die sie bisher für die Verarbeitung von Transaktionen entrichtet hatten, verlagerten sich; Fixkosten wurden zu Prozentsätzen, neue Posten tauchten auf, und in einigen Fällen ergab ihre optimale Strategie für die starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA) keinen Sinn mehr. In diesem Artikel erläutern die Payment-Experten von CMSPI, was bisher geschah und was als Nächstes auf die Händler zukommt.

Was ändert sich?

Die jüngste Änderung bei den Kosten für Online-Kartentransaktionen kommt in Form von Scheme Fees, die die globalen Kartenmarken für jede über ihre Systeme abgewickelte Transaktion erheben. Die Gebührenkalkulation ist ausgesprochen komplex und unterscheidet sich je nach Markt, Standort des Karteninhabers, Kartentyp, Zahlungskanal und weiteren Faktoren. Die Aktualisierungen, die im März in Kraft traten, stellen für Händler eine noch größere Herausforderung dar und gesellen sich zu den zahlreichen Fraud- und Autorisierungsproblemen, mit denen Online-Händler tagtäglich zu kämpfen haben.

Um die Komplexität der einzelnen Änderungen zu beleuchten, hat CMSPI die vier wichtigsten Fragen skizziert, die sich jeder europäische Payment Manager stellen muss, wenn die jüngste Rechnung betrachtet wird:

Folgenabschätzung für die Gebührenänderung im E-Commerce seit März

Der SCA-Effekt

In den letzten Jahren haben sich Händler und Dienstleister gleichermaßen darum bemüht, eine wirksame Strategie für die starke Kundenauthentifizierung zu implementieren, die den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, ohne dass Umsatzeinbußen in Millionenhöhe entstehen. Die Möglichkeit von Exemptions, die Integration einfacher Zahlungsmethoden und die Minimierung von Betrugsfällen mussten sorgfältig gegen die zahllosen Kosten im Umfeld des Onlinehandels abgewogen werden. Tatsächlich sehen sich viele Händler heute mit neuen Gebühren konfrontiert, egal für welchen SCA-Ansatz sie sich entscheiden. Durch die jüngsten Gebührenänderungen könnte ihre Strategie noch einmal grundlegend umgekrempelt werden und sich der bisher optimale Ansatz als kostspielige Option erweisen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass jeder europäische Händler sein Geschäftskonzept vor dem Hintergrund der Aktualisierungen auf den Prüfstand stellt und quantifiziert, was jedes Szenario für Kosten, Betrugszahlen und Akzeptanzraten von Transaktionen bedeutet.

Warum Händler jetzt etwas tun müssen

Die jüngsten Gebührenänderungen im E-Commerce sind nur ein kleiner Teil der Änderungen, die den Händlern im Jahr 2022 noch bevorstehen. In dem Maße, wie sich diese Kosten verlagern, werden wirksame Strategien zur Schadensbegrenzung immer entscheidender. Die fortschreitende Komplexität führt dazu, dass viele Gebühren nicht korrekt abgewickelt werden, sodass für Händler, die ihre Rechnungen nicht auf Transaktionsebene prüfen, Millionen auf der Strecke bleiben. Und nicht nur das: Die Art der im März vorgenommenen Änderungen macht auch eine optimierte SCA-Exemptionstrategie unerlässlich – wer keine steigenden Kosten und Kundenverluste riskieren will, muss sofort handeln.